Workshops

„Sie haben eine neue Freundschaftsanfrage“ – Die Arbeit mit jungen Frauen zwischen anonymem Wohnen und digitaler Öffentlichkeit

Junge Frauen, deren Aufwachsen durch Gewalt und Traumata geprägt ist, brauchen sichere Orte. Das anonyme Schutzkonzept von FemJa bietet dies an.
Die jungen Frauen müssen oft aufgrund der erforderlichen anonymen Unterbringung von den ihnen bekannten sozialen Kreisen, Beziehungen und Freundschaften Abstand nehmen. Alles verändert sich und die Frauen müssen ihr Leben neu ausrichten. Doch genau in dem Alter zwischen 18-21 Jahren, einer Zeit, in der viele Entwicklungen und Entscheidungen anstehen, sind auch sichere Beziehungen und Freundschaften wichtig.
Zur Gewährleistung der Anonymität sind die Frauen aufgefordert, ihre sozialen Kontakte zu ihrem Schutz zu verändern. An dieser Stelle werden WhatsApp und Facebook wichtig.
Digitale Räume scheinen die Lücke zwischen Anonymität und der Sehnsucht nach Kontakt und Beziehungen zu schließen.
Welche Möglichkeiten und Gefahren ergeben sich aus der Verlagerung von Beziehung in die digitalen Räume? Welche Auswirkungen hat dies für unsere pädagogische Arbeit? Diesen Fragen werden wir in unserem Workshop nachgehen.

Workshop von FemJa – Anonyme Schutzwohnungen für junge volljährige Frauen

Body-Empowerment / Body-Positivity mit Methoden inspiriert aus der Tanzimprovisation, dem BMC (Body Mind Centering) und der Expressive Arts

Rhythmisch, langsam, schnell, sinnlich, ausdrucksstark, geerdet, leicht, flatternd – tanz dich! Lass dich von mir mit Methoden aus der Tanzimprovisation leiten und tanz dich! Nach einem gemeinsamen Ankommen und Aufwärmen steigen wir in die Tanzimprovisation ein. Eine abschließende Entspannungsphase rundet den Workshop ab!

Dieser Workshop richtet sich an alle, die sich gerne bewegen, Spaß und Lust am Tanzen haben oder schon lange mal wieder tanzen wollten! All bodies welcome!

Bitte mitbringen: bequeme Kleidung

Tanzvorerfahrung ist absolut nicht notwendig, nur die Lust und die Neugier an der eigenen Bewegung.

Tanz-Workshop vom Treff des FeM Mädchenhauses

Vom Konzept zur Umsetzung: Erfahrungen in der Onlineberatung

„Onlineberatung ist keine Beratung light!“

Wir Beraterinnen sind in der digitalen Welt der Mädchen weitaus mehr herausgefordert als in der klassischen Face-to-Face-Beratung.
Wie nehmen die Mädchen über den digitalen Weg Kontakt zu uns auf? Mit welchen Themen präsentieren sie sich und was löst das in uns aus? Was sind die Herausforderungen und Stolpersteine einer Beratung, in der uns das Gegenüber mit Gestik, Mimik und Körpersprache fehlt?
Wir möchten mit Ihnen über den Beichtstuhl-Effekt diskutieren, Erfahrungen austauschen und uns so den digitalen Lebenswelten von Mädchen nähern.

Die Onlineberatung wird finanziert im Rahmen der Kampagne „Respekt. Stoppt Sexismus“ des Frauenreferats Frankfurt: www.fem-onlineberatung.de.

Workshop der Onlineberatung des FeM Mädchenhauses
Workshop-Präsentation (PDF)

Täter_innenstrategien

Sexuelle Gewalt geschieht nicht im Affekt, es ist vielmehr eine systematisch geplante und bewusste Tat. Um Kinder und Jugendliche möglichst nachhaltig vor sexueller Gewalt schützen zu können, ist es wichtig, sich mit den Täter_innen, ihren Strategien und Motiven und dem Prozess der Verantwortungsabwehr auseinanderzusetzen. Ein umfassendes Wissen über Vorgehensweisen der Täter_innen ermöglicht es, die Stärken und Schwächen der eigenen Institution wahrzunehmen und „täter_innenfeindliche Räume“ für Kinder und Jugendliche in Einrichtungen zu schaffen.

Workshop der Beratungsstelle des FeM Mädchenhauses
Workshop-Präsentation (PDF)

Einblicke in die Praxis der Mädchenzuflucht

In dem Workshop geht es darum, Nutzen und Wirksamkeit von traumapädagogischen Konzepten für den Zufluchtsalltag vorzustellen und zu diskutieren: Inwiefern sind die Konzepte für den gruppenpädagogischen Alltag und die Stabilisierung einzelner Mädchen hilfreich, wo liegen Herausforderungen oder Grenzen?

Workshop der anonymen Mädchenzuflucht des FeM Mädchenhauses

Selbstinszenierungen von Mädchen und jungen Frauen (im Netz) zwischen sozialer Erwünschtheit und Empowerment

Mädchen und junge Frauen sind heutzutage vielerlei Anforderungen ausgesetzt – sie sollen schön, schlank, sexy (aber nicht zu sexy), heterosexuell, gesund und erfolgreich sein. Ein Scheitern an diesen Anforderungen wird oft als persönliches Scheitern empfunden und nicht als strukturelles Problem erkannt. Über die Selbstinszenierungen der Mädchen und jungen Frauen auf sozialen Netzwerken, wie Instagram, Snapchat, Youtube und in diversen Foren, werden unterschiedliche Formen des Umgangs mit diesen Anforderungen, dem Scheitern und Erfüllen erkennbar. Von Perfektion bis zur Sichtbarmachung eigener Schwächen und vermeintlicher Fehler und dem Feiern von Vielfalt, gibt es unzählige Variationen sich im Netz zu zeigen und zu präsentieren. Dabei spielen physische und psychische Gesundheit, Attraktivität, sexuelle Identität, Hautfarbe, Klasse und viele andere Bezugskategorien eine wichtige Rolle. Wir wollen uns eine Auswahl der unterschiedlichen Inszenierungen anschauen und dabei von den Mädchen und jungen Frauen selbst etwas über ihre Lebenswelt lernen.

Workshop der politischen Sprecherin des FeM Mädchenhauses
Workshop-Präsentation (PDF)